Hans Leo Haßler (1564-1612)
wurde von seinem Vater Isaac Haßler als talentiertester von
drei musikbegabten Söhnen nach Venedig gesandt, wo er an San
Marco bei Andrea Gabrieli studierte und ein enger Freund Giovanni
Gabrielis, des Neffen seines Lehrers, wurde.
Nach seiner Rückkehr 1586 war Haßler bis 1600 Organist
beim Grafen Octavianus II. Fugger in Augsburg; später stand
er lange in Diensten Kaiser Rudolfs II., der ihn auch adelte (1595).
1608 trat er in den Dienst des Kurfürsten von Sachsen.
Haßler verband in vollendeter Form den Einfluß der
italienischen Musik mit Elementen der deutschen Tradition und wirkte
damit auf viele Komponisten seiner Zeit.
Er schuf weltliche und geistliche Kompositionen, für den katholischen
und protestantischen Gottesdienst.
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