Das Volksmusikensemble Kling
Den Kern des Volksmusikensembles Kling bildet die Münchner
Stubenmusik. Das Ehepaar Werner und Marga Kling ist seit 1958 der
Volksmusik verbunden; ihre Söhne Wolfgang und Stephan spielen
seit 1983 bzw. seit 1985 mit. Jedes Familienmitglied beherrscht
mehrere Instrumente.
Wolfgang Kling arrangiert alle Stücke für das Volksmusikensemble
selbst. Das Repertoire des Ensembles beschränkt sich nicht
nur auf die ursprüngliche bayerische Volksmusik, sondern umfaßt
neben Volksmusik anderer europäischer Kulturen auch Bearbeitungen
von Werken aus Barock, Klassik und Romantik in unterschiedlichen
Besetzungen. Ein wesentliches Merkmal neben der Auseinandersetzung
mit diesen Melodien ist die reizvolle und spannende Gegenüberstellung
von Werken und Stücken verschiedener Stilformen bzw. Kulturen.
Das „Münchner Transeamus“ - ein jährlich
in der Musikhochschule stattfindendes und sehr begehrtes internationales
Advent- und Weihnachtssingen - ist vielen Münchnern seit 1966
bekannt. Die Münchner Stubenmusik und das Volksmusikensemble
sind von Anfang an dabei. Der Münchner Oberbürgermeister
ehrte die Münchner Stubenmusik zuletzt 1997 zum 30-jährigen
Bestehen. Seit 1982 wirkt die Münchner Stubenmusik jährlich
beim „Südtiroler / Bayerischen Advent“ mit, einer
großen vorweihnachtlichen Veranstaltung in der Münchner
Bürgersaalkirche. In Kirchen (Messen, Passionssingen, Adventssingen)
und privaten Veranstaltungen in und um München sind Familie
Kling und ihre Musikanten immer wieder zu hören. Dazu gehören
auch Volksmusikabende mit Bezirksheimatpfleger Hirsch und dem Kulturreferat
der Landeshauptstadt München. 1993 veranstaltete das Volksmusikensemble
mit dem Odelzhausener Dreigesang ein Benefizkonzert zu Gunsten der
Sozialstation Neufahrn bei Freising. Sowohl die Süddeutsche
Zeitung als auch der Münchner Merkur fanden anerkennende Worte
über die musikalische Leistung und die gute Stimmung, die sich
im Publikum ausbreitete. Mit Pfarrer Summerer und seinem Chor veranstaltete
das Volksmusikensemble mit dem Odelzhausener Dreigesang 1994 einen
Adventabend im Olympischen Dorf. Zum ersten Mal gastierten das Volksmusikensemble
gemeinsam mit dem Odelzhausener Dreigesang und Gustl Baudisch als
Leser 1997 in Schrobenhausen mit Ihrem neu zusammengestellten Programm
„Volksmusik zum Frühjahr“. Das Programm fand dort
so großen Anklang, daß man sich kurzerhand entschloß,
es noch im selben Jahr ein zweites Mal in Otterfing aufzuführen,
wobei sich der schöne Pfarrsaal als geeignetes Podium erwies
und auch hier das Publikum mit abwechslungsreichem Musik-, Text-
und Liedgut begeistert wurde. Inzwischen hat sich das Konzert fest
im Kulturkalender etabliert, so daß man sich jedes Jahr auf
ein neues auf das vielseitige und immer wieder mit neuen musikalischen
Überraschungen aufwartende Programm freuen darf.
Im März 1999 wurde das Ensemble eingeladen, in München
im „Alten Peter“ zusammen mit dem Banzhaf-Chor eine
neu überarbeitete Fassung der bereits über Funk bekannten
„Volkslied-Passion“ von Helmut Banzhaf aufzuführen.
Dies war eine ganz besondere Herausforderung für die Musikanten;
mit großer Freude widmeten sie sich den eigens eingerichteten
Chorbegleitungen und Passionsmusiken. Von der erfolgreichen Zusammenarbeit
angeregt beschlossen die beiden Gruppen, im Oktober 1999 gemeinsam
im Münchner Künstlerhaus einen Abend mit „europäischen
Volksliedern“ zu gestalten. Für das neu zusammengestellte
Programm wurden ebenfalls eigene für diese Besetzung passende
Liedbegleitungen und Zwischenspiele eingerichtet. Die Volksliedpassion
sowie die „Europäischen Volkslieder“ werden nun
jedes Jahr an verschiedenen Orten mit großem Erfolg aufgeführt
und haben inzwischen traditionellen Charakter gewonnen.
Im Dezember 1999 gestaltete das Ensemble zusammen mit dem Banzhaf-Chor,
den Münchner Petersturm-Bläsern, dem Landsberger Viergesang
u.a. erstmals ein Adventskonzert mit dem Titel „Transeamus“
in der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Klosterlechfeld.
Das Fernsehen des Südwestfunk Baden Baden brachte am 8. 11.
1991 die Sendung „Was die Großmutter noch wußte.“
Die Münchner Stubenmusik Werner Kling gestaltete den musikalischen
Teil. Das Bayerische Fernsehen übernahm diese Sendung am 22.11.1991.
Unter dem Titel „Der Bayerische Rundfunk in Otterfing“
wurde die Gemeinde am 12.11.1981 in einer Live-Sendung präsentiert.
Auch hier beteiligte sich die Münchner Stubenmusik. Ursprünglich
wohnten alle Mitglieder des Volksmusikensembles in München.
Im Laufe der Jahre verteilten sich die Volksmusikbegeisterten auch
in das Umland. Familie Kling wohnt jetzt in Otterfing und spielt
Hackbrett, Harfe, Gitarre, Violine, Kontrabaß, Akkordeon,
Klarinette und Orgel. Viktoria Felbermeir macht seit 2000 mit, spielt
Zither und kommt aus Pörnbach im Landkreis Pfaffenhofen/Ilm.
Der Bassist Fritz Berg aus Schliersee unterstützt das Ensemble
seit 2003 mit seinem Kontrabaß. Mit der Violine wirkt seine
Tochter Thea Berg, die ebenfalls in Schliersee lebt, seit 2005 im
Ensemble mit. Barbara Meyer aus Schmiedham bei Darching spielt Querflöte
seit 2001, Toni Vorsamer aus Ottobrunn Klarinette seit 1995 im Ensemble.
Das Fagott ist erst in wenigen Volksmusikgruppen vertreten; Hartwig
Simon aus Waidhofen bei Schrobenhausen bereichert das Klangbild
des Ensembles mit diesem Instrument seit 1986.
Alle Musikanten haben beruflich andere, nicht musikalische Herausforderungen
angenommen und spielen aus Freude an der Volksmusik.
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