Friedrich Silcher (1789-1860)
widmete sich als akademischer Musikdirektor in Tübingen (seit
1818) mit seinen vierstimmigen Bearbeitungen für Männer-
und für gemischte Chöre der Volksliedpflege.
Noch weitreichendere Bedeutung erlangten seine eigenen Chorlieder
im schwäbischen Volkston, die den zahlreichen Liedertafeln
in Deutschland als beliebte Sangesvorlagen dienten - von „Ännchen
von Tharau" bis „Muß i denn, muß i denn".
Kritiker haben oft über die „Silcherei" gespottet,
dabei aber Silchers biedermeierlich-schwärmerische Einfachheit
mit dem Kitsch seiner Nachahmer voreilig in einen Topf geworfen.
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